Enkapsulierung
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LoslegenSynonyme: Kapselbildung, Einkapselung, Abkapselung
Englisch: encapsulation
Definition
Als Enkapsulierung bezeichnet man in der Medizin die vollständige oder weitgehende Umschließung einer Gewebestruktur, eines Fremdkörpers oder eines pathologischen Prozesses durch eine abgrenzende Hülle, meist aus Bindegewebe.
Hintergrund
Die Enkapsulierung ist häufig das Ergebnis einer chronischen Entzündungsreaktion oder eines Gewebeumbaus. Dabei bilden Fibroblasten und Kollagenfasern eine fibröse Kapsel, die den betroffenen Bereich vom umliegenden Gewebe abgrenzt. Die Enkapsulierung erfüllt eine Schutzfunktion, indem sie die Ausbreitung eines pathologischen Prozesses begrenzt. Sie kann jedoch auch die Elimination von Krankheitserregern oder die Wirksamkeit einer medikamentösen Therapie erschweren.
Beispiele
- Abszess: Abgrenzung eines eitrigen Entzündungsherdes durch eine Abszessmembran
- Fremdkörperreaktion: fibröse Einkapselung eines Implantats oder Fremdkörpers
- Tumor: Ausbildung einer fibrösen Kapsel oder Pseudokapsel um eine Neoplasie
Pharmazie
In der Pharmazie bezeichnet Enkapsulierung das Einschließen eines Wirkstoffs in ein Trägermaterial, beispielsweise in Liposomen oder Mikrokapseln. Dadurch wird die Stabilität, Freisetzung oder Verteilung im Organismus beeinflusst.