Dermatom (Anatomie)
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LoslegenEnglisch: dermatome
Definition
Ein Dermatom ist der Hautbereich, der primär von den Nervenfasern einer einzelnen Spinalnervenwurzel sensibel innerviert ist.
Neurologie
Durch Kenntnis der Dermatome können bei Sensibilitätsstörungen die Ausfälle einem bestimmten Rückenmarkssegment zugeordnet werden, z.B. beim lumbalen Wurzelsyndrom.
Dermatomüberlappung
Dermatome besitzen ein Maximalgebiet, in dem sich benachbarte Dermatome überlagern, und ein Autonomgebiet, in dem nur ein Nerv für die Innervation verantwortlich ist. Dermatome überlappen sich hierbei zum Teil erheblich; am Körperstamm ist die Überlappung am größten und in der Peripherie teils nur gering ausgeprägt.
Durch die Überlappung entsteht eine redundante Innervierung, welche die Ausfallsicherheit gewährleistet. Zudem dient die Dermatomüberlappung der Gewährleistung einer flächendeckenden Innervierung der gesamten Hautfläche.
Bei der Radikulopathie eines einzelnen Spinalnerven tritt in der Regel kein umfassender Ausfall im Bereich des betroffenen Dermatoms auf, was zum Übersehen einer Nervenschädigung führen kann. Erst wenn zwei benachbarte Dermatome betroffen sind, kommt es zur vollen Symptomausprägung. Diagnostisch ist deshalb die Testung benachbarter Dermatome und ein Seitenvergleich sinnvoll.
Abgrenzung
Während Dermatome Hautareale in die Versorgungsgebiete der einzelnen sensiblen Spinalnerven grafisch darstellen, werden segmentale Hautareale, bei denen sich das Phänomen des übertragenen Schmerzes zeigt, als Head-Zonen bezeichnet.
Quellen
- Häggström, Medical gallery of Mikael Häggström, 2014, WikiJournal of Medicine, 2014