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Das Unheimliche

1 Definition

Das Unheimliche ist ein Konstrukt aus der Psychologie. Unheimlich sind Wahrnehmungsobjekte oder Situationen dann, wenn sie vom Beobachter nicht vollständig in einen gelernten Kontext eingeordnet werden können und Angst auslösen.

2 Hintergrund

Sigmund Freud referiert die Auffassung von Ernst Jentsch, das Unheimliche beruhe auf dem Neuen, das eine intellektuelle Unsicherheit auslöse. Freud erweitert diese Ansicht dahingehend, dass er dem Unheimlichen nicht nur das Unvertraute, sondern auch das Vertraute zuordnet. Unheimlich ist für Freud das, was zugleich unvertraut und vertraut ist, also die potentielle Bedrohlichkeit des Mehrdeutigen.

An der literarischen Vorlage von E.T.A. Hoffmanns "Der Sandmann" zeigt Sigmund Freud[1] das Unheimliche an der Vorstellung des Doppelgängers, aber auch an der zum Verwechseln ähnlichen Kopie des Menschen durch eine automatische Puppe auf. Dieses Motiv verwendet Freud, um seine Theorie über die Verdrängung als Ursache psychiatrischer Störungen (z.B. Wahn) zu belegen.[2]

3 Quellen

  1. Freud, S.: Kleine Schriften II - Kapitel 29, Das Unheimliche (1919). projectgutenberg.de
  2. Interpretationen Deutsch - Hoffmann: Der Sandmann Taschenbuch von Sabine Scheffer (Autor), E. T. A. Hoffmann (Autor) STARK 2017.

Diese Seite wurde zuletzt am 9. Juli 2019 um 13:02 Uhr bearbeitet.

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