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Darmgeräusch

1 Definition

Darmgeräusche sind bei der Auskultation des Abdomens (Bauchauskultation) erfassbare Geräuschphänomene, die unter Umständen auf pathologische Ereignisse hinweisen können.

2 Untersuchungstechnik

Darmgeräusche können am besten mit der Trichterseite des Stethoskops abgehört werden. Um Darmbewegungen zu provozieren, kann leichter Druck auf das Abdomen ausgeübt werden.

3 Normalbefund

Durch die physiologischen Bewegungen des Darmes (Peristaltik) entstehen bei der Bewegung des Darminhaltes Geräusche. Normalerweise hört man etwa alle 10 Sekunden Geräusche, die sich am besten als Glucksen oder Knarren beschreiben lassen.

4 Pathologische Befunde

Bei ständig hörbaren lauten Geräuschen spricht man in der Fachterminologie von Borborygmi. Sie sind Ausdruck verstärker Peristaltik ("Hyperperistaltik") und treten beispielsweise bei Gastroenteritis oder Malabsorption auf. Borborygmi können jedoch auch ein Hinweis auf einfachen Hunger sein ("Der Magen knurrt").

Metallisch klingende Geräusche von hoher Frequenz treten beispielsweise bei einem mechanischen Ileus auf, wenn die vor der Stenose gelegenen Darmabschnitte durch Gasbildung aufgebläht werden und sich gegen Widerstand kontrahieren. Dabei kann bei Passage von Darminhalt durch verengte, aber noch nicht verlegte Abschnitte auch ein zischend/spritzendes Geräusch zu hören sein.

Das Fehlen jeglicher Darmgeräusche ("Grabesstille") über einen Zeitraum von mehreren Minuten kann auf einen paralytischen Ileus hinweisen, bei dem die Darmperistaltik erloschen ist.

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