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Carriervirus

1 Definition

Ein Carriervirus ist ein Virus, das bei der Impfstoffherstellung dazu verwendet wird, genetische Bestandteile eines anderen Virus zu transportieren.

2 Hintergrund

Die Herstellung von inaktivierten oder attenuierten Viren für Impfstoffe ist ein aufwändiger Prozess, da sich viele Viren nur schwer in gängigen Zellkulturen vermehren lassen. Eine Alternative ist die Einschleusung von genetischem Material in ein Carriervirus, das sich leichter vermehren lässt. Diese modifizierten Viren bezeichnet man auch als Chimären. Das eingeschleuste genetische Material führt dann in der vom Carriervirus infizierten Zelle zur Bildung von Antigenen, gegen die das Immunsystem spezifische Antikörper bilden kann.

Als Carrierviren werden häufig Adenoviren oder Vesikuläre Stomatitisviren (VSV) eingesetzt.

3 Beispiel

Fachgebiete: Immunologie, Virologie

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