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Balint-Gruppe

Englisch: Balint group

1 Definition

Als Balint-Gruppe wird eine Arbeitsgruppe von 8-12 Ärzten bezeichnet, in der Erfahrungen reflektiert und auf die Arzt-Patienten-Beziehung eingegangen werden soll. Diese Gruppe wird meist von einem Psychotherapeuten oder Supervisor geleitet. Das Verfahren wurde in den 1950er Jahren von Michael Balint, einem Arzt und Psychoanalytiker, entwickelt.

2 Methoden

Die wichtigste Methode ist der freie Bericht. Die Ärzte verschiedenster Fachrichtungen sollen im Rahmen der Gruppe die Möglichkeit erhalten über schwierige Patienten sprechen zu können. Die Schilderung eines Patienten sollte auch persönliche Gefühle und das eigene Verhalten dem Patienten gegenüber einschließen. Die anderen Ärzte sollen während der Erzählung auf körperliche oder psychische Reaktionen, auf eigene Gedanken, Phantasien und Empfindungen achten. Anschließend wird der Fall auf Basis eines psychodynamischen Krankheitsverständnisses diskutiert. Dabei soll es nicht darum gehen, was ein Kollege richtig oder falsch gemacht haben könnte, das Gespräch sollte sich viel mehr um die Beziehungsdiagnostik und um die Empfindungen der Gruppenmitglieder zum geschilderten Fall drehen. Es sollen Phänomene der Abwehrmechanismen (z.B. Übertragung, Gegenübertragung, Regression, Agieren, Verschiebung, Abspaltung, kontraphobisches Handeln, Reaktionsbildung)erkannt und diskutiert werden.

3 Ziele

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