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Azinuszellkarzinom

1 Allgemeines

Bei dem Azinuszellkarzinom handelt es sich um eine bösartige Neubildung von Zellen mit serös-azinärer Ausprägung. Der Malignitätsgrad dieses Tumors ist relativ gering. Er ist eine Art Speicheldrüsentumor und ist in dieser Gruppe der zweithäufigste Vertreter, nach dem mukoepidermoiden Karzinom. In über 80 % der Fälle findet sich ein Azinusskarzinom in der Ohrspeicheldrüse, der Glandula parotis.

2 Azinuszellen

Ein Azinus beschreibt ein beerenförmiges Endstück eines Drüsenganges. Die dicht aneinanderliegenden, großen Epithelzellen nennt man Azinuszellen. Diese Azini bzw. Azinuszellen kommen in folgenden Körperregionen vor:

3 Histologie

  • die Zellen des Azinuskarzinoms weisen eine relativ hohe Differenzierung auf
  • makroskopisch häufig relativ klare Abkapselung zum umgebenden Gewebe
  • multinodulär
  • solide und zystische Schnittfläche
  • histologisch liegt eine dominierende Differenzierung zu reifen, serösen Azinuszellen vor
  • intrazytoplasmatische PAS-positive Granula und Amylase nachweisbar

4 Symptome

5 Diagnose

6 Therapie

  • Resektion des Tumors (bei Lokalisation in der Glandula parotis ist bei der Operation streng auf die Schonung des Nervus facialis zu achten
  • evtl. Chemotherapie und Bestrahlung

7 Prognose

Die Prognose beim Azinusszellkarzinom ist günstig. Unter allen Speicheldrüsenkarzinomen ist die Chance auf Heilung hier am größten. Die 10-Jahres-Überlebensrate liegt bei über 80 %. Allerdings neigt dieser Tumor zum Rezidivieren. Metastasen sind selten, jedoch eher ungünstig für die Prognose.

Fachgebiete: Onkologie

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