Anodenöffnungserregung
Englisch: anode break excitation
Definition
Die Anodenöffnungserregung bezeichnet die Auslösung eines Aktionspotentials beim Öffnen eines Stromkreises bzw. beim Abschalten eines anodischen Stromreizes am Nerv.
Physiologie
Das Anlegen einer Spannung führt dazu, dass die Ladung des Extrazellulärraums um die Anode herum positiver wird, was funktionell einer lokalen Hyperpolarisation der Nervenmembran unter der Anode entspricht. Durch diese Hyperpolarisation kommt es zu einer vermehrten Verfügbarkeit spannungsabhängiger Natriumkanäle, da deren Inaktivierung teilweise aufgehoben wird.
Durch das plötzliche Öffnen des Stromkreises fällt die Spannung an der Anode ab, was einer Depolarisation der zuvor hyperpolarisierten Membran zurück in Richtung des Ruhepotentials entspricht. Infolge der vorherigen Hyperpolarisation ist die Erregbarkeit der Membran erhöht, sodass ein Aktionspotential allein durch diese Rebound-Depolarisation bei Anodenöffnung ausgelöst werden kann.