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Anaerobe Zellulitis

Synonyme: Clostridiumzellulitis, Clostridien-Zellulitis

1 Definition

Die anaerobe Zellulitis ist eine Infektion der Muskel- bzw. Faszienloge, die durch Clostridien hervorgerufen wird. Sie betrifft im Gegensatz zum Gasbrand nur subkutanes Gewebe.

2 Ursache

Eine anaerobe Zellulitis tritt als lokale Infektion einer oberflächlichen Wunde auf und kann sich entlang der Faszienschichten ausbreiten, wobei die Ausbreitung in der Regel nur langsam erfolgt. Auslöser sind Clostridien, welche die Wunde entweder allein oder in Kombination mit weiteren Bakterien infizieren.

3 Symptome

Zu den Symptomen einer anaeroben Zellulitis zählen:

Die Symptome sind schwächer ausgeprägt als bei Gasbrand und es kommt in der Regel nicht zu toxischen Effekten. In seltenen Fällen kann eine anaerobe Zellulitis bis zur clostridiellen Myonekrose fortschreiten, wenn gleichzeitig ein primärer Gefäßverschluss vorliegt.

4 Diagnostik

Die Diagnosestellung erfolgt anhand der klinischen Bewertung. Zusätzlich können eine Gram-Färbung durchgeführt und Bakterienkulturen zum Nachweis der Clostridien angelegt werden.

5 Therapie

6 Quellen

  • Bush LM et al. Weichteilinfektionen durch Clostridien. MSD Manual. Stand: September 2019
  • Pschyrembel. Clostridium perfringens. Stand: Oktober 2019
  • Claeys LGY und Matamoros RM. Anaerobic cellulitis as the result of Clostridium perfringens: A rare cause of vascular access graft infection. Journal of Vascular Surgery. Volume 35, Issue 6, P1287-1288, June 01, 2002.

Diese Seite wurde zuletzt am 19. November 2021 um 17:15 Uhr bearbeitet.

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