AID-System
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Synonym: Closed-Loop-System
Definition
Ein AID-System, kurz für "automated insulin delivery system", ist ein Medizinprodukt, das zur Therapie des Typ-I-Diabetes eingesetzt wird.
Hintergrund
AID-Systeme bestehen aus einem CGM-System zur kontinuierlichen Glukosemessung und einer Insulinpumpe, um die nötige Insulindosis zu applizieren. Ein Algorithmus steuert die beiden Komponenten.[1]
Neben integrierten AID-Systemen unterschiedlicher Hersteller gibt es auch sogenannte interoperable Systeme, die eine Kombination der einzelnen Komponenten ermöglichen.[1]
Das erste AID-System wurde 2017 unter dem Namen MiniMed® 670G in den USA zugelassen. Seit 2019 ist das Gerät in Deutschland erhältlich. Es handelt sich dabei um ein so genanntes Hybrid-Closed-Loop-System (HCL-System), da der Patient noch manuelle Eingriffe vornehmen muss. Moderne Systeme entsprechen überwiegend dem Advanced Hybrid Closed Loop (AHCL) und ermöglichen eine weitergehende Automatisierung der Insulinabgabe, wobei Mahlzeitenboli weiterhin erforderlich sind. Inzwischen stehen mehrere kommerzielle Systeme zur Verfügung (z.B. Diabeloop, MiniMed 780G, Tandem Control-IQ, CamAPS FX, Omnipod 5), die sich hinsichtlich Algorithmus, Automatisierungsgrad und Interoperabilität unterscheiden.
Klinisch führen AID-Systeme zu einer Verbesserung der „Time in Range“ (Zeit, bis der Glukosewert im Zielbereich liegt) sowie zu einer Reduktion von Hypoglykämien und des HbA1c. Limitationen bestehen u.a. in der Notwendigkeit der Nutzerinteraktion (z.B. Bolusabgaben), sensorbedingten Messverzögerungen und möglichen Systemfehlern.
Quellen
- ↑ 1,0 1,1 AID-System | diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe, abgerufen am 25.10.2021