AICA-Loop-Syndrom
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LoslegenEnglisch: AICA loop syndrome
Definition
Beim AICA-Loop-Syndrom führt die Ausbildung einer Gefäßschlinge der Arteria cerebelli inferior anterior (AICA) im Porus acusticus internus zu einer Irritation der hier laufenden Hirnnerven. Betroffen sind häufig der Nervus vestibulocochlearis und der Nervus facialis.
Das AICA-Loop-Syndrom ist eine Form des Vascular-Loop-Syndroms.
Symptome
- kurzzeitige Attacken von Bewegungsunsicherheit oder Schwindel
- Gefühl der Instabilität nach schnellen Bewegungen oder bei Anstrengung
- Hörminderung
- pulsatiler Tinnitus
- Spasmus hemifacialis
Die Ausprägung der einzelnen Symptome unterscheidet sich je nachdem, welche Nerven von der Irritation betroffen sind.
Diagnostik
- Kernspintomographie (MRI)
- Audiometrie
- vestibuläre Funktionsdiagnostik
- neurootologische Untersuchung
Gefäßschlingen der AICA sind in der Bildgebung häufige anatomische Varianten und nicht zwangsläufig symptomatisch. Die klinische Relevanz neurovaskulärer Kontakte im Porus acusticus internus ist Gegenstand kontroverser Diskussion.
Therapie
Das AICA-Loop-Syndrom wird neurochirurgisch mittels mikrovaskulärer Dekompression (MVD) behandelt. Dabei wird das komprimierende Gefäß mobilisiert und durch ein Teflonkissen separiert. Die MVD gilt für diese Indikation bislang nicht als etabliertes Standardverfahren und wird außerhalb spezialisierter Zentren als experimenteller Eingriff betrachtet.