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Patellaspitzensyndrom

Synonyme: Osteopathia patellae, Patellarspitzensyndrom, Springerknie, Morbus Sinding-Larsen
Englisch: Sinding-Larsen disease

Inhaltsverzeichnis

1 Definition

Das Patellaspitzensyndrom ist eine chronische, schmerzhafte, degenerative Überlastungserkrankung am Knochen-Sehnen-Übergang (Insertionstendopathie) im Bereich der Kniescheibe (Patella).

2 Ursachen

Als Ursache des Patellaspitzensyndroms kommen immer wiederkehrende bzw. ungewohnte Zugbelastungen bzw. Zugbewegungen der Patellasehne in Frage, z.B. bei Sportarten wie Volleyball, Basketball, Hochsprung, Weitsprung, Gewichtheben, oder Joggen auf betonierten Wegen.

Ein wichtiger Faktor ist die Frequenz der Belastungen. Hinzu treten innere Einflüsse wie verminderte Dehnbarkeit, angeborene Bandschwäche oder Kniescheibenhochstand.

3 Symptome

  • Belastungsabhängiger Schmerz bei normalen Bewegungen (z.B. Treppensteigen)
  • Chronische Belastungsschmerzen über Monate und Jahre

Die Symptome treten bei 20- 30 % der Patienten an beiden Seiten auf.

4 Klassifikation nach Roels

  • Grad 1: Schmerzen treten nach Beendigung der Belastung auf
  • Grad 2: bei Beginn der Belastung Schmerz, während der Belastung schmerzfrei, nach Beendigung der Belastung Schmerz wieder vorhanden
  • Grad 3: Andauernder Schmerz
  • Grad 4: Riss der Patellasehne

5 Therapie

5.1 Konservativ

5.2 Operativ

Die operative Behandlung im Rahmen einer Arthroskopie erfolgt erst, wenn konservative Maßnahmen keinen Erfolg bringen. In Frage kommt die Entfernung von entzündlich verändertem Sehnengleitgewebe oder Sehnenanteilen.

Tags:

Fachgebiete: Orthopädie, Sportmedizin

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