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Montagskrankheit

Englisch: monday disease

1 Definition

Als Montagskrankheit bezeichnet man in der Arbeitsmedizin eine durch organische Nitrate bedingte Berufskrankheit (Nr. 1309- Erkrankungen durch Salpetersäureester). Namensgebend ist das Auftreten der Symptome am Tage der Reexposition (typischerweise montags) nach einem arbeitsfreien Intervall (z.B. Wochenende).

2 Klinik

Typische Symptome sind Übelkeit, Hypotonie, Schwindel, Kopfschmerzen, ggf. auch Tachykardie (reflektorisch) und pectanginöse Beschwerden. Bei andauernder Exposition tritt eine Gewöhnung (Nitrattoleranz) ein, sodass im weiteren Wochenverlauf keine Krankheitszeichen auftreten. Erst nach entsprechender Nitratpause treten die Beschwerden erneut auf.

3 Berufsgruppen

Beruflich exponierte Personengruppen sind Arbeiter der chemischen und pharmazeutischen Industrie, sowie Personen, die beruflichen Umgang mit Sprengstoffen haben. In den Entwicklungsländern ist die Byssinose als Montagskrankheit bei Arbeitern im Umgang mit Baumwolle oder Flachs verbreitet.

Fachgebiete: Arbeitsmedizin, Toxikologie

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