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Alphavirus

1 Definition

Das Alphavirus ist ein RNA-Virus und gehört zu den Togaviridae. Die mehr als 25 verschiedenen Arten verursachen vor allem Arthropathien und Enzephalitiden.

2 Bedeutung

Alphaviren zeigen eine Humanpathogenität und eine Tierpathogenität, wobei insgesamt 25 Arten und eine Vielzahl von geographischen Varianten bekannt sind.

3 Epidemiologie

In Europa treten nur selten Infektionen mit dem Alphavirus auf, wobei Reiseinfektionen aber durchaus vorkommen können. Die Viren werden durch blutsaugende Vektoren übertragen und durch einen Stich oder Biss auch wieder an den Vektor zurückgegeben. Am weitesten verbreitet ist das Sindbis-Virus.

4 Pathogenese

Da die genauen Abläufe einer Alphavirus-Infektion beim Menschen noch nicht geklärt sind, orientiert man sich an der Pathogenese bei Tieren, unter der Annahme, dass sich Virämie und Erreichen der Organe bei beiden ähneln.

Die Aufnahme ins ZNS erfolgt höchstwahrscheinlich durch die Zerstörung der Endothelzellen durch die zytolytischen Eigenschaften der Viren. Im ZNS befallen die Viren größtenteils die Neuronen.

In Gelenken führen die zytolytischen Eigenschaften zur typischen Klinik.

Immunologische Reaktionen sind ebenfalls an der Pathogenese beteiligt.

5 Klinik

Eine Infektion führt je nach Art entweder zur Enzephalitis oder zu Arthritis, Exanthem und Fieber.

6 Diagnostik

Die Viren können kulturell, serologisch oder auch über EIA und RT-PCR nachgewiesen werden, wobei die Diagnostik nur von wenigen Laboratorien durchgeführt wird.

7 Therapie

Die Therapie erfolgt symptomatisch.

8 Prophylaxe

Kleidung und Repellents können zur Prophylaxe beitragen.

Fachgebiete: Mikrobiologie

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