Vom 16. bis 23. Juli steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Aderhauthämangiom

Englisch: choroidal hemangioma

1 Definition

Das Aderhauthämangiom ist ein in der Aderhaut (Choroidea) des Auges lokalisiertes Hämangiom. Dabei handelt es sich um einen seltenen flachen Gefäßtumor, der in der Regel gutartig ist.

2 Allgemeines

Histologisch besteht der Tumor aus kavernösen und kapillären Gefäßnetzen. Er tritt idiopathisch oder im Rahmen des Sturge-Weber-Syndroms auf und kann sich diffus oder umschrieben manifestieren. Der Tumor ist meist orangefarben und temporal des Sehnervenkopfes am hinteren Pol lokalisiert. Der Altersgipfel liegt zwischen dem zweiten und vierten Lebensjahrzehnt.

3 Symptome

Häufig sind Aderhauthämangiome asymptomatisch. Nur im exsudativen Stadium kann es zu Sehverschlechterung oder Verzerrtsehen kommen.

4 Diagnostik

Wegweisend für die Diagnostik sind Ultraschall und Fluoreszenzangiographie:

  • Im Ultraschall zeichnen sich Aderhauthämangiome häufig durch eine erhöhte Binnenreflektivität aus.
  • In der Fluoreszenzangiographie zeigt sich in der frühen Phase das typische Bild einer raschen Füllung des Hämangioms. Die Gefäße des Tumors stellen sich bereits vor der vollständigen Füllung der retinalen Gefäße dar. Als Zeichen der Exsudation kommt es im weiteren Verlauf zu einer diffusen Farbstoffleckage aus dem Aderhauthämangiom. Diese stellt sich als Hyperfluoreszenz im Bereich des Tumors dar.

5 Therapie

Eine Therapie muss nur im exsudativen Stadium erfolgen. Therapie der Wahl ist die Photodynamische Therapie (PDT), bei welcher der Photosensibilisator Verteporfin intravenös verabreicht wird. Verteporfin reichert sich vor allem in den Gefäßen des Aderhauthämangioms an und wird durch Licht mit einer Wellenlänge von 689 nm aktiviert. Durch die Aktivierung bilden sich Radikale, die zu einer Zerstörung der Tumorgefäße führen. Dabei wird die umliegende Netzhaut geschont. Eine Behandlung ist auch mittels Strahlentherapie möglich.

6 Aderhauthämangiom beim Sturge-Weber-Syndrom

Im Rahmen des Sturge-Weber-Syndroms treten Aderhauthämangiome diffus auf. Dabei lässt sich in der Funduskopie eine rot-orange Verdickung des gesamten Augenhintergrundes feststellen. Die Tumore können sich auch an den Hirnhäuten manifestieren. Auch im Rahmen des Sturge-Weber-Syndroms muss nur die exsudative Form des Aderhauthämangioms therapiert werden.

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