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Synonyme: vorklinische Ausbildung, vorklinischer Abschnitt


Als so genannte Vorklinik oder vorklinische Ausbildung bezeichnet man die ersten vier Semester des Medizinstudiums. Sie ist mit dem Bestehen des 1. Abschnitt der Ärztlichen Prüfung, auch Physikum genannt, abgeschlossen. Es folgt der klinische Abschnitt, auch "Klinik" genannt.
Die Vorklinik wird in erster Linie durch eher grundlegende, naturwissenschaftliche Fächer geprägt. Dabei gibt es, im Vorausblick auf das Physikum, "große" und "kleine" Fächer. Insgesamt soll die Vorklinik den angehenden Arzt mit dem nötigen naturwissenschaftlichen Grundwissen aufrüsten, dass man zum Verständnis der modernen "klinischen" Medizin benötigt, die man im zweiten Studienabschnitt erlernt.
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Studienbeginn: Modellstudiengang | Studienorte | Stiftung für Hochschulzulassung | Numerus Clausus | Medizinertest | Wartezeit
Studienverlauf: Vorklinik | Pflegepraktikum | Physikum | Klinischer Abschnitt Famulatur | Promotion | Praktisches Jahr | Hammerexamen | Approbation
Sie zählen dabei zu den eher grundlegenden und kleineren Fächern, zumindest was die 1. ärztliche Prüfung angeht. Gerade Physik ist bei vielen Medizin-Studenten eher ein unbeliebtes Fach. Jedoch ist ein gewisses Verständnis in diesen Fächern hilfreich für das weitere Studium. So verfolgen z.B. Teile der Biologie einen noch bis in den klinischen Studienabschnitt hinein und es wird immer wieder auf Grundlagenwissen Bezug genommen. Trotzdem sind viele Studenten froh, wenn sie, nach Erhalt des Physikscheins oder spätestens nach dem Physikum, niemals wieder Strahlungs-Koeffizienten oder thermodynamische Gleichungen berechnen müssen.
Diese Fächer zählen zu den "Großen" in der Vorklinik. Hier machen sich teilweise schon Überschneidungen zu den kleinen Fächern bemerkbar bzw. Gelerntes zahlt sich aus. Auch wenn beispielsweise das Pauken anatomischer Grundlagen auf Dauer ziemlich ermüdend ist, lohnt es sich hier "am Ball zu bleiben", denn Kenntnisse zur Lage und Funktion der Organe benötigt man in jedem ärztlichen Fachbereich. Ebenso braucht man natürlich nicht mehr jedes biochemische Detail im späteren Berufsleben, Grundlagen sind jedoch auch hier sehr nützlich.
Die ersten vier Semesters des Studiums werden oftmals als trocken und eher dröge bezeichnet. Man hat nicht unbedingt das Gefühl, später Arzt zu werden, eher Experte in verschiedenen Naturwissenschaften. Es fehlt ein wenig die klare Richtung, dass man am Ende des Studiums sich Arzt nennen darf. Davon sollte man sich allerdings nicht zu sehr entmutigen zu lassen. Denn auch diese, für viele als Durststrecke empfundene Zeit geht nach dem Physikum zuende und es wartet die spannende Welt der klinischen Medizin, die zwar nicht weniger lernintensiv, aber für viele sicherlich deutlich interessanter ist.
Zum Physikum scheint es so, als ob man das Gelernte anschließend "nie wieder" benötigt, dabei sind jedoch später solide Grundlagen in großen Teilen der klinischen Fächer hilfreich. Auch wenn man es natürlich ungerne zugeben möchte, dass die ungeliebte "Vorklinik" auch etwas Gutes hat.
Wichtig ist, dass man das Ziel im Auge behält und auch bei einer vermasselten Prüfung oder Testat nicht gleich zu starke Selbstzweifel hegt. Frustrationstoleranz ist hier das Stichwort, "Durchfallen" gehört, auch wenn es natürlich ärgerlich ist, irgendwo zum Studium dazu. Sinnvoll ist es jedoch zu hinterfragen, was falsch gelaufen ist und an welcher Stelle man für den nächste Versuch ansetzen kann.
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