9.585 Aufrufe
von griechisch: allos - fremd


Als Allergene bezeichnet man Substanzen, die beim Kontakt mit dem Organismus von dessen Immunsystem als fremd erkannt werden. Üblicherweise wird gegen solche Substanzen eine Immunreaktion eingeleitet, die das Krankheitsbild einer Allergie hervorrufen.
Allergene, die sich in ihrer chemischen Struktur nur geringfügig unterscheiden, bezeichnet man als Isoallergene.
Von den echten Allergen abgegrenzt werden nichtallergene Reizstoffe, die so genannten Pseudoallergene.
Wird allergen als Adjektiv verwendet - wie z.B. in "allergenes Potential" - bedeutet der Begriff "Allergien auslösend" oder "als Allergen wirkend".
Viele, eigentlich harmlose Bestandteile unserer Umwelt wie Pollen, Milben oder Sporen können als Allergen wirken. Bei Allergenen handelt es sich dabei ausschließlich um Substanzen, die vom Immunsystem als "fremd" identifiziert werden können. Das ist nur bei komplexen organischen Verbindungen der Fall, zu denen Proteine, DNA oder RNA zählen.
Kleinmolekulare "Allergene" wie Metallsalze (z.B. Nickel) können die allergene Wirkung nur entfalten, weil sie sich an Proteine anlagern und sie chemisch verändern. Dabei entsteht eine allergene Eiweiß-Metall-Verbindung, ein so genanntes Hapten.
Allergene lassen sich nach verschiedenen Gesichtspunkten systematisieren. Im klinischen Alltag am häufigsten eingesetzt wird die Einteilung, die sich auf die Art des Allergenkontakts bezieht. Man unterscheidet:
Für die korrekte Benennung der Allergene wurde eine eigene Nomenklatur entwickelt, die jedem Allergen eine alphanumerische Zeichenfolge nach dem Schema "Xxx y 0" zuordnet:
Die Zeichenfolge "Lol p 1" steht zum Beispiel für das erste identifizierte Pollen-Allergen der Grasart Lolium perenne (Weidelgras).




![]() | Geschützte Haut wehrt Pollen ab! 23.03.2010, DocCheck TV Redaktion Dauer: 03:02 min |


Vaccines against Allergies
Rudolf Valenta, Robert L. Coffman
149,75 €
Occupational Asthma
Torben Sigsgaard, Dick Heederik
148,73 €
|
Daten werden geladen... |
