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Zwei-Punkt-Diskrimination

Englisch: Two-point discrimination

1 Definition

Unter der Zwei-Punkt-Diskrimination bezeichnet man die Fähigkeit, zwei taktile Reize räumlich voneinander unterscheiden zu können.

2 Physiologie

Die geringste räumliche Distanz innerhalb derer diese Unterscheidung gelingt ist die Zweipunktschwelle. Sie ist physiologisch im Bereich der Zungenspitze am geringsten, darauf folgt die Fingerbeere. Im Bereich des Rückens ist sie am höchsten.

3 Neurologie

Die Überprüfung der Zweipunktschwelle ist Teil der Sensibilitätsprüfung innerhalb der neurologischen Untersuchung. Sie kann mit Hilfe des sogenannten Weber-Tastzirkels, dessen beide Schenkel mit einer Spitze versehen sind, ermittelt werden. Für Zungenspitze, Fingerkuppen und Lippen ist die Zweipunktschwelle (entspricht dem Abstand der Zirkelspitzen) am geringsten (1-3 mm), am größten ist sie am Rücken sowie an den Oberschenkeln und Oberarmen (50-100 mm). Ist die Zweipunktschwelle abnorm erhöht, liegt eine Sensibilitätsstörung vor.

siehe auch: Tastsinn

Fachgebiete: Neurologie, Physiologie

Diese Seite wurde zuletzt am 27. März 2020 um 17:33 Uhr bearbeitet.

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