Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.

Liebe Autoren,

Wir sind auf der Suche nach Schnee in Richtung Nordpol gefahren. Deswegen steht das Flexikon vom 14.12. bis 10.01.2019 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 10. Januar könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben.

Unser Tipp: Genießt die Zeit mit der Familie! Wir wünschen euch fröhliche Feiertage!

Bis bald
Euer Flexikon-Team

Totenstarre

Synonyme: Rigor mortis, Leichenstarre
Englisch: postmortem rigidity; rigor mortis

1 Definition

Als Totenstarre bezeichnet man die schrittweise Erstarrung des Körpers nach dem Eintritt des Todes. Sie gehört zu den sogenannten sicheren Todeszeichen.

2 Pathophysiologie

Um die Muskeln zu entspannen, wird ATP benötigt. Es sorgt dafür, dass sich die kontraktilen Muskelproteine Myosin und Aktin voneinander lösen. Durch den postmortalen Stop der Stoffwechselvorgänge kommt es zum Zerfall des ATP. Dadurch entsteht eine irreversible Verbindung zwischen Aktin und Myosin. Die Totenstarre löst sich zeitabhängig erst wieder durch die Autolyse der Muskelzellen.

3 Ablauf

Die Ausprägung der Totenstarre erlaubt Rückschlüsse auf den ungefähren Todeszeitpunkt und ist daher ein wichtiges Orientierungskriterium für die Rechtsmedizin:

  • Beginn der Totenstarre an Augenlidern nach 1-2 Stunden
  • Auftreten am Kiefergelenk bzw. den Kaumuskeln nach 2-4 h
  • Vollständig ausgeprägte Starre nach 6-8 h
  • Beginnende Lösung nach 2-3 Tagen durch Autolyse
  • Vollständige Lösung nach 3-4 Tagen

Innerhalb der ersten acht Stunden post mortem kann man nach dem "Brechen" der Totenstarre durch kraftvolles Bewegen der Gliedmaßen den Wiedereintritt der Starre beobachten.

Cave: Der Zeitablauf kann im Einzelfall deutlich von den oben angegebenen Intervallen abweichen. Er ist unter anderem abhängig von der Umgebungstemperatur und von der körperlichen Aktivität vor dem Todeseintritt.

Durch die Nysten-Regel wird das sequentielle Auftreten der Totenstarre an den verschiedenen Muskelgruppen beschrieben.

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Fachgebiete: Pathologie, Rechtsmedizin

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