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Stimmbildung (Veterinärmedizin)

1 Definition

Unter Stimmbildung versteht man beim Tier die Ausbildung der Stimme zum Wiehern (Pferd), Muhen (Rind), Meckern (Ziege), Blöken (Schaf), Quieken (Schwein), Bellen (Hund), Miauen (Katze) oder Gackern und Krähen (Geflügel).

In der Humanmedizin hat die Phonation eine weitaus größere Bedeutung.

2 Anatomie

Die Stimmbildung erfolgt durch den exspiratorischen Luftstrom, der bei Passage der Glottis zur Vibration gebracht wird. Dabei wird die Tonhöhe durch Dicke, Länge und Spannung der Stimmfalten kontrolliert. Der Musculus cricothyroideus ist für die Grobeinstellung der Stimmfaltenspannung zuständig, der Musculus vocalis für die Feinabstimmung. Die Lautstärke wird vom Volumen und von der Strömungsgeschwindigkeit der austretenden Luftmenge bestimmt.

Die Vibration der Stimmbänder ist wahrscheinlich nur eine passive Begleiterscheinung und für die Lautentstehung nicht maßgeblich.

3 Katze

Das Schnurren der Katzen wird durch schnelles Zucken der Kehlkopfmuskeln und des Zwerchfells verursacht. Die Kontraktionsfolgen der Kehlkopfmuskeln verengen und weiten die Glottis und bringen die Atemluft zu niederfrequenter Vibration.

4 Quelle

  • Salomon, Frank-Viktor. Anatomie für die Tiermedizin, 3. Auflage

Fachgebiete: Veterinärmedizin

Diese Seite wurde zuletzt am 8. Januar 2020 um 18:12 Uhr bearbeitet.

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