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Scheerer-Phänomen

nach dem deutschen Augenarzt Richard Scheerer (1887-1982)
Synonym: Blaufeld-Entoptik

1 Definition

Als Scheerer-Phänomen wird ein von vielen Menschen wahrnehmbares optisches Phänomen bezeichnet, bei dem die Betroffenen bei Blick auf einen klaren blauen Taghimmel für wenige Sekunden kleine weiße, sich bewegende Punkte wahrnehmen.

2 Ursache

Das Scheerer-Phänomen tritt vornehmlich bei Blick auf kontrastarme Lichtflächen mit hohem Blaulichtanteil auf. Die wahrgenommenen weißen Punkte sind Leukozyten, die sich durch die retinalen Kapillaren bewegen. Im Gegensatz zu den zahlenmäßig überlegenen Erythrozyten, die blaues Licht absorbieren, lassen Leukozyten diese Lichtanteile durch. Die Schattenprojektion der Erythrozyten wird vom visuellen Kortex korrigiert.

3 Abgrenzung

In Abgrenzung zum Scheerer-Phänomen existieren als weitere häufig auftretende optische bzw. entoptische Phänomene Mouches volantes, Glaskörpertrübung und Visual Snow.

Diese Seite wurde zuletzt am 15. März 2019 um 22:38 Uhr bearbeitet.

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