Rotationszeit (CT)
Synonym: Gantry-Rotationszeit
Englisch: rotation time, gantry rotation time
Definition
Die Rotationszeit bezeichnet in der Computertomographie (CT) die Zeit, die Röntgenröhre und Detektorsystem für eine vollständige Rotation um den Patienten benötigen. Sie ist ein wichtiger technischer Parameter der CT-Datenerfassung.
Hintergrund
Während einer CT-Untersuchung rotieren Röntgenröhre und Detektorarray innerhalb der Gantry um den Patienten. Während dieser Rotation werden aus vielen unterschiedlichen Winkeln Projektionsdaten erfasst, aus denen anschließend mittels Bildrekonstruktion die Schnittbilder berechnet werden. Die Rotationszeit bestimmt, wie schnell eine vollständige Datenerfassung für eine Projektionsebene erfolgen kann. Kurze Rotationszeiten ermöglichen eine schnellere Datenerfassung und verbessern insbesondere die zeitliche Auflösung der CT-Bildgebung. Moderne CT-Systeme erreichen typischerweise Rotationszeiten von etwa 0,25 bis 0,5 Sekunden pro Rotation.
Einfluss auf die Bildgebung
Die Rotationszeit beeinflusst mehrere wichtige Eigenschaften der CT-Untersuchung:
- zeitliche Auflösung: kürzere Rotationszeiten ermöglichen eine bessere Darstellung schneller Bewegungen
- Bewegungsartefakte: eine schnellere Datenerfassung reduziert Bewegungsartefakte, z.B. durch Atmung oder Herzbewegung
- Untersuchungsdauer: kürzere Rotationszeiten verkürzen die Gesamtuntersuchungszeit
Insbesondere bei der Kardio-CT sind sehr kurze Rotationszeiten erforderlich, um Bewegungen des Herzens möglichst artefaktfrei darzustellen.