Quetschungsartefakt
Synonym: Quetschartefakt
Definition
Als Quetschungsartefakt bezeichnet man in der Histologie bzw. Pathohistologie ein Artefakt, das durch mechanische Kompression von Gewebe während der Biopsie oder Präparaterstellung entsteht. Es kann die mikroskopische Beurteilbarkeit verfälschen.
Hintergrund
Quetschungsartefakte entstehen unter anderem durch zu kräftiges Ausstreichen bzw. Pressen des Gewebes auf den Objektträger oder durch zu starken Druck bei der Gewebeentnahme. Dadurch kann es zu Störungen der Gewebearchitektur ("smearing") und der Zellgrenzen kommen.
Quetschungsartefakte lassen sich durch eine Entnahme mit geringem Instrumentendruck sowie eine schonende Einbettung und Schnittführung vermeiden.
Artikelinhalt ist veraltet?
Hier melden
Fachgebiete:
Histologie, Pathologie
Diese Funktion steht nur eingeloggten Abonnenten zur Verfügung