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Präklinische Forschung

Englisch: preclinical research

1. Definition

Die präklinische Forschung ist der Teilabschnitt der Erforschung neuer Behandlungsverfahren, insbesondere der Arzneimittelforschung, welcher der klinischen Forschung am Menschen vorangeht.

2. Hintergrund

Bei der präklinischen Forschung steht die Suche nach neuen Methoden bzw. Wirkstoffen und ihre erste Überprüfung im Hinblick auf das definierte Behandlungsziel im Vordergrund. Letztere kann durch Computersimulationen (Chemoinformatik), biochemische Testsysteme, Zellkulturen, Kunstorgane, isolierte Organe oder Tierversuche erfolgen.

Im Rahmen der präklinischen Arzneimittelforschung werden tausende von Verbindungen aus Molekülbibliotheken via Hochdurchsatz-Screening im Hinblick auf die gewünschte Wirkung untersucht. Das Vorgehen basiert dabei auf dem "trial and error"-Prinzip. Stoffe, die nicht die gewünschte Wirkung zeigen, werden iterativ "ausgesiebt". Im Gegensatz dazu bemüht sich das rationale Moleküldesign, chemische Verbindungen am Computer als Ligand für bestimmte Zielproteine zu konstruieren. Dieses Vorgehen ist aufgrund der Komplexität der Interaktionen zwischen Ligand und Protein zur Zeit (2017) noch eingeschränkt.

Die präklinische Forschung ist die Voraussetzung für die sich anschließende klinische Forschung. Von ca. 10.000 präklinisch getesteten Substanzen werden oft nicht mehr als 10 Wirkstoffe in die nächste Phase weitergereicht.

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David Darius Schäfer-Bashtdar
Arzt | Ärztin
Dr. Frank Antwerpes
Arzt | Ärztin
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21.03.2024, 08:49
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