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Populationsökologie

Synonym: Demökologie

1 Definition

Die Populationsökologie ist ein Unterfach des biologischen Fachbereiches Ökologie der sich mit der Dynamik, Entwicklung, den Veränderungen und Wanderungen von größeren Gruppen von Lebewesen (Populationen) beschäftigt, diese dokumentiert und erforscht. Weiterhin werden Wechselwirkungen zwischen den Populationen untereinander, sowie die Auswirkung von Umwelteinflüssen auf eine Population untersucht.

2 Namensgebung

Der Begriff Populationsökologie wurde erst ab Mitte des 20. Jahrhunderts gebräuchlich, vorher sprach man von der Demökologie, wobei die Silbe Dem von Demos (das Volk) abstammte. Geprägt wurde letzterer Begriff durch den Buchautor von zahlreichen Ökologie-Sachbüchern, den Forstentomologen Fritz Schwerdtfeger. Zu der Tatsache kam es durch den Umstand, dass die beiden Unterfelder der Ökologie – Synökologie und Autökologie – griechischen Ursprungs waren, der Begriff populus in Populationsökologie aber aus dem Lateinischen kam. Dennoch konnte sich der Begriff Demökologie nicht lange durchsetzen und heute spricht man praktisch ausschließlich von der Populationsökologie.

3 Systematik

Die moderne Populationsökologie, wie sie heute wissenschaftlich bekannt ist, wird in folgende Teilgebiete unterteilt:

  • die Populationsdynamik: Diese untersucht Veränderungen in Größe und Zusammensetzung der Populationen und beobachtet eventuelle Ortswechsel der Gruppen.
  • statische Populationsbeschreibung: Hierbei wird speziell auf die derzeitige Größe und Ausdehnung einer Population gezielt, wobei diese Parameter häufig mit anderen verglichen werden. Bei dieser Art der Populationsökologie wird mehr der Ist-Zustand beschrieben, Veränderungen sind nicht Teil dieses Bereiches.

4 Wissenschaft

Zentrale Untersuchungspunkte der Populationsökologie sind:

  • Veränderungen von Populationen hinsichtlich ihrer Größe und räumlichen Verteilung
  • Aufbau einer Population in Bezug auf Altersstruktur, Geschlechterverteilung und Hierarchie.
  • Wechselwirkungen einer Population durch verschiedenste Umwelteinflüsse und durch andere, eventuell konkurrierende Populationen (Einfluss von natürlichen und künstlichen Einflüssen auf die Population)
  • Untersuchung von Bestandszahlen von Tieren, insbesondere von bejagten Tieren. Eine besonders wichtige Bedeutung kommt der Wissenschaft hier bei der Beobachtung von Fischpopulationen zu, die häufig und in großem Umfang gefischt werden.
  • Anwendung der Volterra-Regeln bei der Untersuchung von Auswirkungen auf die Population durch Räuber-Beute-Beziehungen
  • einfachster Fall des Wachstums findet bei Bakterien statt, da hier keine äußeren Feinde vorliegen. Dies führt zu einem exponentiellen Wachstum der Population.
  • Einfluss des beschränkten Lebensraumes auf die Vermehrung
  • Vergleich von Reproduktions- und Sterberate
  • Genpool einer Population
  • inter- und intraspezifische Konkurrenz
  • Konkurrenzvermeidung

Fachgebiete: Biologie

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