Pitchfaktor
Englisch: pitch
Definition
Der Pitchfaktor, kurz Pitch, ist ein Akquisitionsparameter der Spiral-CT. Er beschreibt das Verhältnis zwischen dem Tischvorschub pro Rotation der Gantry und der Gesamtkollimation des Röntgenstrahls.
Hintergrund
Die Gesamtkollimation entspricht der Breite des gleichzeitig erfassten Strahlenbündels entlang der Patientenlängsachse und ergibt sich aus der Anzahl der Detektorzeilen multipliziert mit deren Breite. Der Pitch wird definiert als:
Der Pitch beschreibt, wie dicht die Spiralbahn der Datenerfassung entlang der Patientenlängsachse verläuft.
- Pitch = 1: Der Tischvorschub entspricht genau der Strahlbreite. Die Spiralbahnen schließen direkt aneinander an.
- Pitch < 1: Die Spiralbahnen überlappen sich. Dadurch werden einzelne Körperabschnitte mehrfach bestrahlt.
- Pitch > 1: Die Spiralbahnen liegen weiter auseinander. Pro Rotation wird ein größerer Körperabschnitt erfasst.
Einfluss auf Bildqualität und Dosis
Der Pitch beeinflusst mehrere Eigenschaften der CT-Untersuchung:
- Scanzeit: Ein höherer Pitch ermöglicht eine schnellere Volumenabdeckung.
- Strahlendosis: Bei konstanten Aufnahmeparametern führt ein niedriger Pitch zu einer höheren Strahlendosis, da einzelne Bereiche mehrfach erfasst werden.
- Bildqualität: Sehr hohe Pitch-Werte können zu einer geringeren Datenüberlappung führen und damit das Bildrauschen erhöhen oder Rekonstruktionsartefakte begünstigen.
In der klinischen CT-Diagnostik liegen typische Pitch-Werte meist im Bereich von:
- 0,5–1,2 bei Standarduntersuchungen
- >1 bei schnellen Untersuchungen großer Volumen, z.B. bei der Traumaspirale in der Polytraumadiagnostik
Moderne CT-Systeme können durch sehr hohe Pitch-Werte extrem schnelle Untersuchungen ermöglichen, beispielsweise in speziellen kardiologischen CT-Protokollen.