Patientenspezifische Instrumentierung
Synonym: PSI
Englisch: Patient Specific Instrumentation
Definition
Die patientenspezifische Instrumentierung ist ein präoperativ auf Basis bildgebender Verfahren wie CT oder MRT digital geplantes und additiv gefertigtes Instrumentarium. Es wird exakt an die individuelle Anatomie eines Patienten angepasst und ermöglicht intraoperativ eine präzise Umsetzung von z.B. Osteotomien, Bohrungen oder Implantatpositionierungen.
Herstellung
Die patientenspezifische Instrumentierung wird in fünf Schritten hergestellt:
- Bildgebung
- 3D-Planung
- virtuelle OP
- Design des Instrumentariums
- Druck des Instrumentariums
Im ersten Schritt werden hochauflösende CT- (maximal 1mm Schichtdicke) oder MRT-Datensätze akquiriert. Im nächsten Schritt folgt die digitale 3D Planung: Die knöchernen Strukturen werden segmentiert und anschließend virtuell in einem CAD-Programm (Computer-Aided Design) korrigiert. Danach erfolgt die virtuelle Durchführung der geplanten Maßnahme (z.B. Resektion oder Osteotomie), welche die Achsen, Rotationen und Translationen des Instrumentariums definiert.
Anschließend kann das Design des Instrumentariums erfolgen. Dies geschieht mit einer 3D-Konstruktion von schnittführenden beziehungsweise bohrleitenden Instrumentschablonen, die sich formschlüssig an definierte Knochenoberflächen anlegen. Die Herstellung geschieht meist als 3D-Druck aus sterilisierbaren Polymeren, z.B. Polyamid 12 (PA 12).