Palisadenparenchym
Synonym: Palisadengewebe
Definition
Als Palisadenparenchym wird das Grundgewebe in den Blättern der meisten Landpflanzen bezeichnet. Zusammen mit dem Schwammparenchym bildet es das Mesophyll der Blätter.
Anatomie
Das Palisadenparenchym besteht aus einer Einzelschicht von zylinderförmigen, eng aneinandergereihten Zellen. Bei einigen Pflanzenarten kann das Palisadenparenchym aus mehreren Zellschichten bestehen. Die Zellwände sind verhältnismäßig dünn, die Interzellularräume sind spärlich.
Bei Laubblättern kommt das Palisadenparenchym meist nur direkt unter der oberen Epidermis vor, selten tritt es zusätzlich als letzte Zellschicht auf der unteren Epidermis vor. Es sind lediglich stark verlängerte, enge Interzellularräume zu finden.
Nadelblätter besitzen ebenfalls eine Ober- und Unterseite, sind jedoch häufig annähernd radiärsymmetrisch aufgebaut. Das Palisadenparenchym bildet meist eine ringförmig angeordnete Zellschicht, die kontinuierlich direkt unter der Epidermis verläuft.
Physiologie
Das Palisadenparenchym befindet sich direkt unter der relativ lichtdurchlässigen Epidermis und Kutikula. Es enthält etwa 80% der Chloroplasten des gesamten Mesophylls. Unter diesen Bedingungen erfüllt dieses Gewebe bzw. die Plastiden in den Zellen ihre Hauptaufgabe der Photosynthese unter günstigen Bedingungen.
Aufgrund seiner vielen Chloroplasten zählt es zu den Chlorenchymen. Assimilationsparenchym ist es wegen seiner primären Ausrichtung auf die Stoffsynthese ebenfalls.