PSA-Dichte
Definition
Die PSA-Dichte, kurz PSAD, ist definiert als das Verhältnis des prostataspezifischen Antigens (PSA) im Serum zum Prostatavolumen. Die PSA-Dichte wird verwendet, um die diagnostische Aussagekraft des PSA-Werts zu verbessern.
Hintergrund
Da der PSA-Wert physiologisch mit dem Prostatavolumen steigt, kann die PSA-Dichte die Differenzierung zwischen Prostatakarzinom und benigner Prostatahyperplasie (BPH) erleichtern, insbesondere bei Patienten mit PSA-Werten im sogenannten "Graubereich" (typischerweise 4–10 ng/ml). Die PSAD ist mittlerweile ein etablierter Prädiktor für klinisch signifikanten Prostatakrebs und kann helfen, unnötige Biopsien zu vermeiden.
Berechnung
- PSA-Dichte = Serum-PSA (ng/ml)/Prostatavolumen (ml)
Interpretation
Ein allgemein anerkannter Grenzwert liegt aktuell (2026) bei:
- PSAD > 0,15 ng/ml/ml → Hinweis auf ein klinisch relevantes Prostatakarzinom
- PSAD < 0,15 ng/ml/ml → Hinweis auf benigne Veränderungen bzw. geringes Risiko
Die Interpretation des PSAD sollte immer durch einen Facharzt für Urologie im Zusammenhang mit anderen klinischen, laborchemischen und radiologischen Befunden erfolgen.