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Os praemaxillare (Geflügel)

Synonym: Praemaxillare

1 Definition

Als Os praemaxillare bezeichnet man einen Schädelknochen beim Geflügel.

2 Anatomie

Das zum Viszerokranium gehörende Os praemaxillare ist ursprünglich paarig angelegt, verwächst aber frühzeitig in der Medianebene zu einem einheitlichen Knochen. Es dient als Träger des Oberschnabels.

Der rostrale und kompakte Abschnitt wird als Corpus ossis praemaxillare bezeichnet. Dieser Abschnitt gleicht in seiner Form dem Abbild der Oberschnabelspitze und ist bei der Gans und bei der Ente breit und löffelförmig, bei den Hühnervögeln spitz und leicht bogenförmig ausgezogen. Beim Greifvogel bildet das Corpus ossis praemaxillare einen kräftigen Reißhaken. Es zeigt auf der Außen- und Schnabelhöhlenseite zahlreiche kleine Öffnungen, die als Foramina neurovascularia bezeichnet werden. Durch diese Löcher treten die Äste des Nervus ophthalmicus sowie Blutgefäße hindurch.

Bei einigen Vogelarten (z.B. bei der Gans oder Ente) können Abdrücke von Sinneskörperchen (Foveae corpusculorum nervosorum) auf der Außenseite des Os praemaxillare ausgebildet sein.

Vom Corpus ossis praemaxillare laufen drei paarige Fortsätze nach kaudal:

  • ein langer Processus frontalis, der das Nasenloch von medial begrenzt und sich als biegsamer Knochen mit dem Stirnbein (Os frontale) verbindet,
  • ein Processus palatinus, der den vorderen Abschnitt des Gaumendachs bildet und
  • ein Processus maxillaris, der mit einer scharfen Leiste (Crista tomialis) die Grundlage des Oberschnabelrandes bildet.

3 Literatur

  • Nickel, Richard, August Schummer, Eugen Seiferle. Band V: Geflügel. Parey, 2004.

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