Oberbauchquerschnitt
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LoslegenDefinition
Als Oberbauchquerschnitt bezeichnet man in der Chirurgie einen Hautschnitt zur Laparotomie und in der bildgebenden Diagnostik eine Schnittebene der Abdomensonographie.
Chirurgie
Beim Oberbauchquerschnitt läuft der Hautschnitt etwa zwei Querfinger unterhalb des Rippenbogens in einer zum Nabel leicht konkaven Linie. Der Schnitt erstreckt sich zwischen den beiden Medioklavikular- bzw. Mamillarlinien.
Davon abzugrenzen ist der Rippenbogenrandschnitt (Kocher-Zugang): Dieser verläuft nur einseitig unterhalb eines Rippenbogens und dient v.a. dem Zugang zu einseitigen Oberbauchorganen, z.B. bei Tumornephrektomie oder Adrenalektomie.
Indikationen
Der Oberbauchquerschnitt wird eingesetzt, wenn ein breiter, bilateraler Zugang zum Oberbauch erforderlich ist, u.a. bei:
- Lebertransplantation
- Leberresektionen
- Gastrektomie
- Ösophagektomie
- Pankreatektomie (z.B. im Rahmen einer Whipple-Operation)
- beidseitiger Adrenalektomie
Vor- und Nachteile
Der Zugang bietet eine gute Übersicht über beide Oberbauchseiten und eignet sich besonders für große oder bilaterale Eingriffe. Nachteilig sind ein höheres Risiko für die Durchtrennung von Interkostalnerven mit konsekutiver Schwächung der Bauchmuskulatur sowie eine im Vergleich zur medianen Laparotomie erhöhte Rate an postoperativen Bauchdeckenhernien.
Sonografie
Beim Oberbauchquerschnitt steht der Schallkopf parallel zum Rippenbogen, sodass das Ultraschallbild die Horizontalebene repräsentiert. In dieser Schnittebene lassen sich u.a. Pankreas, Aorta, Truncus coeliacus und Vena cava inferior darstellen.
siehe auch: Flexikon: Sono Atlas