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Moll-Drüse

nach dem Augenarzt Jakob Antonius Moll (1832–1914)
Synonyme: Glandulae ciliares conjunctivales, Wimperndrüsen, Moll'sche Drüsen

1. Definition

Die Moll-Drüsen sind schweißdrüsenähnliche apokrine Drüsen am Augenlid.

2. Anatomie

Die Moll-Drüsen liegt am Rand des Augenlides bzw. assoziiert mit den Haarfollikeln der Wimpern im Bindegewebe zwischen den Fasern des Musculus orbicularis oculi. Ihr Ausführungsgang entleert sich in die Mündung der Haarfollikel am Lidrand. Die Düsen werden vegetativ durch das Ganglion ciliare innerviert.

3. Funktion

Die Funktion der Moll-Drüsen ist nicht vollständig geklärt. Sie bilden antimikrobielle Peptide und sind damit wahrscheinlich ein Teil der Immunabwehr der Augenoberfläche.[1]

4. Klinik

Eine Entzündung der Molldrüsen wird als Hordeolum externum (Gerstenkorn) bezeichnet.

5. Quellen

  1. Stoeckelhuber M1, Messmer EM, Schubert C, Stoeckelhuber BM, Koehler C, Welsch U, Bals R.: Immunolocalization of defensins and cathelicidin in human glands of Moll.; Ann Anat. 2008;190(3):230-7. doi: 10.1016/j.aanat.2007.12.001. Epub 2008 Feb 29
Stichworte: Auge, Augenlid, Drüse, Eponym
Fachgebiete: Augenheilkunde

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31.05.2017, 13:21
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