Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

MIBI-Szintigraphie

Synonym: Methoxy-isobutyl-isonitril-Szintigraphie

1 Definition

Die MIBI-Szintigraphie ist ein nuklearmedizinisches Verfahren zur Differentialdiagnostik von Schilddrüsenknoten.

siehe auch: Schilddrüsenszintigraphie

2 Hintergrund

Bei der MIBI-Szintigrafie wird dem Patienten Technetium-markiertes Methoxy-isobutyl-isonitril (Tc-99m-MIBI) injiziert. Mit der Methode lassen sich hypofunktionelle ("kalte") Schilddrüsenknoten genauer abklären. Früher wurde die Methode auch zum Nachweis radioiodnegativer Metastasen differenzierter Schilddrüsenkarzinome eingesetzt.

3 Interpretation

Nach der Injektion von Tc-99m-MIBI wird die Anreicherung und Retention des Markers im abzuklärenden Knoten im Vergleich zum übrigen Schilddrüsengewebe und zum Schilddrüsenszintigramm mit Pertechnetat beurteilt.

Eine konkordant verminderte Anreicherung in beiden Szintigrammen schließt ein differenziertes Schilddrüsenkarzinom mit hoher Wahrscheinlichkeit aus. Ein Mismatch mit vermehrter Anreicherung von Tc-99m-MIBI im hypofunktionellen Knoten erhöht die Malignitätswahrscheinlichkeit. Eine isointense Anreicherung von Tc-99m-MIBI im hypofunktionellen Schilddrüsenknoten spricht für eine niedrige Malignitätswahrscheinlichkeit.

Fachgebiete: Radiologie

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Artikel wurde erstellt von:

Letzte Autoren des Artikels:

1 Wertungen (3 ø)

1.338 Aufrufe

Du hast eine Frage zum Flexikon?
Copyright ©2018 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: