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Hinteres Kreuzband

(Weitergeleitet von Ligamentum cruciatum posterius)

Synonym: Ligamentum cruciatum posterius
Abkürzungen: LCP, HKB, PCL
Englisch: posterior cruciate ligament

1 Definition

Das hintere Kreuzband ist ein Teil des Bandapparates des Kniegelenks.

2 Anatomie

Das hintere Kreuzband verbindet den Oberschenkelknochen (Femur) mit dem Schienbein (Tibia). Es zieht von den vorderen Anteilen der Fossa intercondylaris am medialen Gelenkhöcker des Oberschenkelknochens (Femur) nach hinten zur Area intercondylaris posterior der Tibia, gleich hinter der Eminentia intercondylaris.

Das hintere Kreuzband verläuft von anterior, superior und medial (vorne-oben-innen) nach posterior, inferior und lateral (hinten-unten-außen). Die Verlaufsrichtung ist damit gegensinnig zu der des vorderen Kreuzbandes.

3 Funktion

Das hintere Kreuzband stabilisiert gemeinsam mit den anderen Bändern das Kniegelenk. Durch seinen Verlauf verhindert es das Weggleiten der Tibia gegenüber dem Femur nach posterior (hinten). Darüber hinaus schränkt es zusammen mit den anderen Bändern die Rotation im Kniegelenk ein.

4 Klinik

Ebenso wie das vordere Kreuzband kann das hintere Kreuzband bei Sportverletzungen betroffen sein. Dabei kommt es durch Überbelastung zu einer Kreuzbandruptur. Diagnostisch lässt sich eine hintere Kreuzbandruptur z.B. mit Hilfe des Schubladentests feststellen: Kann die Tibia gegenüber dem Femur nach hinten geschoben werden ("hintere Schublade"), so besteht ein Verdacht auf LCP-Ruptur.

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