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Liebe Autoren, Wir sind gen Süden gefahren und machen eine Pause. Deswegen steht das Flexikon vom 12. bis 27. Juni 2021 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 28. Juni könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben. Unser Tipp: Genießt die Sonne! Wir freuen uns auf jeden Fall, wenn ihr frisch erholt wiederkommt! Bis bald Euer Flexikon-Team

Lachman-Test

nach John W. Lachman (1919-2007), US-amerikanischer Orthopäde
Synonym: Noulis-Test (nach dem griechischen Arzt George Noulis, der diesen Test bereits 1875 in seiner Dissertation beschrieb)

1 Definition

Der Lachman-Test ist eine klinische Untersuchungsmethode, die in der Orthopädie und Unfallchirurgie angewendet wird. Er dient v.a. der klinischen Diagnose der vorderen Kreuzbandruptur.

2 Durchführung

Der Lachman-Test ist ein Schubladen-Test, bei dem das zu testende Knie in ca. 20-30° Beugung gehalten wird. Die Ferse hat Kontakt zur Liege. Der Untersuchende umfasst den Unterschenkel mit beiden Händen so, dass die Zeigefinger in der Kniekehle liegen. Der Unterschenkel wird nach ventral gezogen. Die Verschiebbarkeit des Unterschenkels gegenüber dem Oberschenkel zeigt an, ob eine Verletzung des Kreuzbandes vorliegt oder nicht.

Positiv ist der Lachman-Test wenn bei Vorbewegen des Unterschenkels kein harter Anschlag zu spüren ist. Das vordere Kreuzband ist dann mit großer Sicherheit gerissen.

Negativ ist der Lachman-Test bei Verspüren eines harten Anschlags. Eine Ruptur des vorderen Kreuzbandes ist unwahrscheinlich.

Eine Variation der Untersuchung ist der sogenannte stabile Lachman-Test, bei dem als zusätzliches Widerlager zum Zug am Unterschenkel das Knie des Untersuchers auf einer Liege unterhalb des Knies des Verletzten abgelegt wird.

3 Aussagekraft

Der Lachman-Test ist ein schneller und kostengünstiger Weg eine orientierende Untersuchung der Stabilität des Kniegelenks vorzunehmen. Er besitzt bei der vorderen Kreuzbandruptur im Vergleich zum Schubladentest insbesondere bei frischen Verletzungen eine erhöhte Aussagekraft.

Das International Knie-Dokumentations-Komitee (IKDC) unterscheidet 4 Grade beim Lachman-/Noulis-Test:

  1. Normal: 1-2 mm Schublade
  2. Fast normal: 3-5 mm Schublade (leichte Instabilität)
  3. Abnormal: 6-10 mm Schublade (mittelschwere Instabilität)
  4. Stark abnormal: > 10 mm Schublade (schwere Instabilität)

Diese Gewichtung ist in der Praxis natürlich immer subjektiv und stark von der Erfahrung des Untersuchers abhängig. Ist trotz positivem Lachman-/Noulis-Test ein fester Anschlag spürbar, kann dies entweder für eine Partialruptur oder eine Elongation sprechen.[1]

4 Quellen

  1. ISBN 978-3-7691-0562-9

Diese Seite wurde zuletzt am 2. Mai 2016 um 08:27 Uhr bearbeitet.

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