Latenter Autoimmundiabetes
Synonym: Late(nt) Autoimmune Diabetes in Adults, latenter Autoimmundiabetes
Definition
Der latente Autoimmundiabetes, kurz LADA, ist ein Subtyp des Diabetes mellitus, der bei Erwachsenen auftritt. Diese Patienten sind wie Typ-1-Diabetiker primär insulinpflichtig, auch wenn sie gelegentlich noch eine Restsekretion der Inselzellen haben.
Hintergrund
Der LADA findet sich zumeist in der Altersgruppe der 40-60jährigen, die auch die Altersgruppe mit den meisten Manifestationen eines Typ 2-Diabetes ist.
LADA-Diabetiker benötigen nur minimale Insulindosen und fallen im Rahmen der Einstellung durch häufige Hypoglykämien auf. Dies ist charakteristisch, denn bei Typ 2-Diabetikern sieht man in der Regel in der Einstellungsphase weniger Hypoglykämien, auch nicht, wenn gelegentlich zu hohe Dosen an Insulin verabreicht wurden.
Die C-Peptid-Werte liegen zumeist basal etwas unter den von Gesunden, sind jedoch kaum stimulierbar.
Pathophysiologie
Bei Patienten mit genetischer Prädisposition und Adipositas kann es bei latenter Entzündung oder einem immunologischem Trigger zur Freisetzung von GAD65 bzw. IA2 und anschließend zu einem Untergang der β-Zellen im Pankreas kommen.