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Konjugation (Mikrobiologie)

von lateinisch: coniugium - Ehe
Englisch: conjugation

1 Definition

In der Mikrobiologie versteht man unter Konjugation die Pilus-vermittelte Übertragung von DNA von einem Prokaryoten auf einen anderen.

2 Mechanismus

Neben der Übertragung innerhalb einer Bakterienart kann genetisches Material auch über Speziesgrenzen hinaus übertragen werden. Dabei unterscheidet man Spender und Empfänger. Das spendende Bakterium besitzt den F-Faktor, der zur Konjugation befähigt. Dieser ist entweder frei in Form eines Plasmids oder im Chromosom des Bakteriums lokalisiert.

Im Verlauf der Konjugation wird mittels des F-Pilus (hohlzylindrische Plasmabrücke) eine Verbindung zwischen Spender und Empfänger geschaffen. Daraufhin überträgt der Spender sein Plasmid mit dem F-Faktor auf den Empfänger. Bei chromosomaler Lokalisation des F-Faktors kann bei ungestörten Bedingungen das gesamte Genom des Empfängers übertragen werden.

Die übertragenen Gene können auch Resistenzgene sein. Damit trägt die Konjugation entscheidend zur Verbreitung von Antibiotikaresistenzen unter verschiedenen Bakterien bei.

siehe auch: Transformation, Transduktion

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