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Idiosynkrasie

von griechisch: idios - eigen, syn-krasis - Mischung
Englisch: idiosyncrasy

1 Definition

Der Begriff Idiosynkrasie beschreibt die meist angeborene Überempfindlichkeit gegenüber gewissen Stoffen, Nahrungs- oder Arzneimittel. Nach Kontakt oder Aufnahme tritt eine Überempfindlichkeitsreaktion auf, die jedoch keine immunologische Ursache besitzt.

2 Hintergrund

Im Gegensatz zur allergischen Überempfindlichkeitsreaktion liegen der idiosynkratischen Reaktion, nach Kontakt mit dem Auslöser, keine immunologischen Mechanismen zugrunde. Eine Reaktion kann bereits bei Erstkontakt, ohne vorhergehende Sensibilisierung stattfinden.

Als Beispiel sei das Angioödem nach Gabe von ACE-Hemmern erwähnt.

3 Wortursprung

Der Begriff Idiosynkrasie stammt aus dem Griechischen und wird wörtlich am besten mit Eigentümlichkeit übersetzt.

Lola
https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2012/daz-45-2012/hepatotoxizitaet-von-arzneimitteln "Zwei Arten von hepatotoxischen Reaktionen werden unterschieden: die "intrinsische" und die "idiosynkratische". Die idiosynkratische Reaktion ist für etwa jeden achten Fall eines akuten Leberversagens verantwortlich, häufig endet eine derartige Arzneimittelschädigung tödlich oder es muss eine Lebertransplantation erfolgen. "Idiosynkratisch" – dieses Wort mit griechischer Herkunft bezeichnete früher eine "eigentümliche Mischung" der Körpersäfte. Während nach einer üblichen medizinischen Definition darunter eine "nichtimmunologische Überempfindlichkeit" verstanden wird, ist nach neueren Erkenntnissen das Immunsystem durchaus an den meisten idiosynkratischen Reaktionen beteiligt; doch sind viele Aspekte einer idiosynkratischen Reaktion noch nicht bekannt." ergo Vorsicht bei der Aussage "keine immunologischen Mechanismen" ist eig. veraltet...
#1 am 12.02.2018 von Lola (Student der Humanmedizin)

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