ICE-Schema
Definition
Das ICE-Schema ist ein Kommunikationsmodell zur strukturierten Erfassung der Perspektive des Patienten in Patientengesprächen. In den USA wird es im Medizinstudium häufig im Rahmen von OSCE vermittelt.
Schema
| Element | Bedeutung | Zweck |
|---|---|---|
| Ideas
(Ideen) |
Erfassung der Vorstellungen des Patienten über Ursache, Bedeutung und Behandlung der Erkrankung | Relevanz für Shared Decision Making, Fehleinschätzungen erkennen, Wissenslücken schließen |
| Concerns (Sorgen) | Erfragen von negativen Emotionen (z.B. Sorgen, Ängste), die für die Behandlung relevant sein können | Belastende Gefühle frühzeitig adressieren und Bedarf für psychotherapeutische Mitbehandlung prüfen |
| Expectations (Erwartungen) | Erfragen von Erwartungen an Diagnostik, Therapie und Verlauf | Ausrichtung der Behandlung an den Bedürfnissen des Patienten und Vermeidung von Enttäuschungen |
Klinischer Nutzen
Das ICE-Schema dient der patientenzentrierten Gestaltung der Arzt-Patient-Kommunikation. Ziel ist es, eine informierte Einwilligung zu ermöglichen. Das frühzeitige Adressieren negativer Emotionen wie Sorgen und Ängsten kann zu einer verbesserten Therapieadhärenz beitragen.
Quellen
- Murtagh, A critical look at ideas, concerns and expectations in clinical communication, Med Educ, 2023
- Blamoun und Hakemi et al, A Guide for Medical Students and Residents Preparing for Formative, Summative, and Virtual Objective Structured Clinical Examination (OSCE): Twenty Tips and Pointers, Adv Med Educ Pract, 2021
Artikelinhalt ist veraltet?
Hier melden
Diese Funktion steht nur eingeloggten Abonnenten zur Verfügung