Field of View
Englisch: field of view
Definition
Das Field of View, kurz FoV, bezeichnet die räumliche Ausdehnung des Bildfeldes, das von einem bildgebenden Verfahren erfasst oder dargestellt wird.
Hintergrund
In der medizinischen Bildgebung beschreibt das Field of View den Bereich des untersuchten Objekts, der im Bild sichtbar ist. Es legt damit fest, welcher Teil der Anatomie innerhalb eines Bildes dargestellt wird. Das FoV wird üblicherweise als Länge oder Durchmesser des abgebildeten Bereichs angegeben, beispielsweise in Millimetern oder Zentimetern. In der Schnittbildgebung beschreibt es die Größe des rekonstruierten Bildfeldes innerhalb einer einzelnen Schicht.
Zusammenhang mit Pixelgröße
Das Field of View steht in engem Zusammenhang mit der Bildmatrix und der Größe der Pixel. Bei einer gegebenen Matrixgröße bestimmt das FoV die physikalische Größe der einzelnen Pixel. Die Pixelgröße ergibt sich aus dem Verhältnis von FoV zur Matrixgröße:
Bedeutung in der Radiologie
In Schnittbildverfahren wie der Computertomographie oder Magnetresonanztomographie beschreibt das FoV die Größe des rekonstruierten Bildfeldes. Zusammen mit der Schichtdicke bestimmt es die Größe der Voxel. In der Magnetresonanztomographie wird das FoV häufig getrennt für die Frequenz- und Phasenkodierungsrichtung definiert.
Die Wahl des Field of View beeinflusst mehrere wichtige Bildeigenschaften:
- Ortsauflösung
- Bildrauschen
- Darstellung der anatomischen Region
Ein zu kleines FoV kann dazu führen, dass Teile der Anatomie außerhalb des Bildfeldes liegen oder zu Aliasing-Artefakten führen, insbesondere in der Magnetresonanztomographie. Ein zu großes FoV kann dagegen die räumliche Auflösung reduzieren, da sich bei gleicher Matrixgröße die Pixelgröße vergrößert.