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Ergin

Synonym: D-Lysergsäureamid (LSA)

1 Definition

Ergin ist eine psychotrope Substanz aus der Gruppe der Mutterkornalkaloide. Es ist dem LSD strukturell ähnlich und kann als Grundstoff für die Synthese von LSD verwendet werden. Ergin wirkt - ähnlich wie LSD - halluzinogen.

2 Natürliches Vorkommen

Im Gegensatz zum LSD, welches erst chemisch synthetisiert werden muss, kommt Ergin auch in der Natur vor. Hier sind vor allem folgende Pflanzen zu nennen:

3 Wirkung von erginhaltigen Pflanzen

Obwohl in Pflanzen häufig eine sehr geringe Konzentration an Ergin vorliegt und die Wirkung ohnehin schwächer als die des LSD ist, kann es bei entsprechend hohem Konsum der Pflanzen dennoch zu starken halluzinogenen Wirkungen kommen. Der eigentliche Trip verläuft wesentlich milder als der von LSD. Auch spielen sich die Wirkungen eher auf der gedanklichen-interpretatorischen Ebene ab und weniger auf der subjektiven Sinnesebene. Einzig die auditiven Halluzinationen sind – laut einiger Beobachtungen – bei Ergin stärker als bei LSD. Es kommt ferner zu einer starken Beeinträchtigung des Zeitempfindens. Für den Konsumenten von erginhaltigen Pflanzen scheint die Zeit langsamer zu laufen. Des Weiteren kommt es zu einer sehr starken und mitunter äußerst vielfältigen Anhäufung von Gedankengängen. Dabei können die Gedanken durchaus als sehr klar und umgrenzt empfunden werden. Allerdings ist auch ein Zustand der Verwirrung nicht selten. Die Wirkung des Rausches hält rund 6 Stunden an. Sind die Samen vor dem Verzehr nicht ausreichend zerkleinert worden, kann die psychogene Wirkung erst deutlich später (als nach den üblichen 1 – 2 Stunden) einsetzten, im Extremfall kann sie auch vollkommen ausbleiben. Hier besteht eine latente Gefahr einer Überdosierung.

4 Nebenwirkungen

Schwangere und Menschen mit einer Leberfunktionsstörung dürfen keinesfalls Ergin konsumieren! Ansonsten sind die häufigsten körperlichen Begleiterscheinungen:

5 Gefahren

Neben den genannten körperlichen Nebenwirkungen kann es bei regelmäßigem Konsum von hohen Dosen Ergin zu Horrortrips und starker Paranoia mit Panik und schlimmsten Angstzuständen kommen. Des Weiteren besteht – wie bei allen psychoaktiven, hallizinogenen Stoffen – die große Gefahr einer Aktivierung und Manifestation latenter Psychosen bzw. die Ausprägung einer mitunter sehr schwer zu behandelnden Drogenpsychose.

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