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Epigastrische Hernie

Englisch: epigastric hernia

1 Definition

Die epigastrische Hernie ist eine Hernie, bei der die Bruchpforte entlang der Linea alba zwischen Schwertfortsatz und Nabel lokalisiert ist.

2 Klinik

Leitsymptom ist der durch Erhöhung des intraabdominellen Druckes (z.B. Husten) verstärkbare Schmerz im Oberbauch. Bei sorgfältiger Palpation können die Bruchlücke und evtl. der herausstehende Bruchsack getastet werden. Im Bruchsack befinden sich bei der epigastrischen Hernie normalerweise Anteile des Omentum majus, nur selten Dünndarm.

Differentialdiagnostisch sind vielfältige andere Ursachen für einen Oberbauchschmerz (z.B. Gastroduodenale Ulkuskrankheit, Cholangitis) in Betracht zu ziehen. Die Diagnose ist erschwert, wenn ein kleiner Bruch nicht tastbar ist.

3 Therapie

Eine operative Therapie ist bei kleinen Brüchen mit wenig bis keiner Symptomatik nicht immer erforderlich. Bei stärkeren Beschwerden erfolgt eine Operation mit Darstellung und Abtragung des Bruchsackes unter Reposition seines Inhalts. Der Defekt in der Bauchwand wird durch eine straffe Fasziennaht mit Dopplung derselben versorgt. Auch die Einlage eines Netzes ist möglich.

Fachgebiete: Viszeralchirurgie

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