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Deckglas

Synonym: Deckgläschen
Englisch: coverslip

1 Definition

Ein Deckglas ist ein oft quadratisches Glasplättchen, das in der Lichtmikroskopie verwendet wird, um Präparate vor dem schnellen Austrocknen zu schützen.

2 Hintergrund

Die am häufigsten verwendeten, quadratischen Deckgläser sind etwa 1,8 x 1,8 cm groß und 100 bis 200 µm dick. Es muss darauf geachtet werden, dass eine glatte optische Oberfläche entsteht. Das Deckglas sollte also so auf dem Präparat aufliegen, dass keine Luftblasen im Zwischenraum eingeschlossen sind. Bei Öl-Immersions-Objektiven kann das Deckglas dazu verwendet werden, Präparat und Immersionsöl zu trennen und eine Vermischung zu vermeiden.

3 Verwendung

Meist ist die Verwendung eines Deckglases bei einer 40fachen Vergrößerung notwendig. Dabei handelt es sich um sogenannte Trockenobjektive, da sich Luft zwischen dem Präparat und dem Objektiv befindet. Bei diesen Objektiven ist ist die Lichtbrechung am Übergang vom Deckglas zur Luft (Deckglasaberration) schon berücksichtigt, es kommt zu einer verminderten Abbildungsqualität, wenn das Deckglas fehlt. Sie bilden also eine funktionelle Einheit. Bis zu einer numerischen Apertur von 0,30 können Objektive jedoch auch ohne Deckglas verwendet werden, Öl-Immersions-Objektive sogar bis zu einer numerischen Apertur von 1,25.

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