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DRG-Grouper

1 Definition

Als DRG-Grouper bezeichnet man Software-Programme, die es im klinischen Alltag (v.a. zum Zwecke der Abrechnung) ermöglichen, Patienten in "Diagnosis related Groups" (DRGs, Fallgruppen) einzuordnen und dadurch das Entgelt der medizinischen Leistungen zu ermitteln.

2 Hintergrund

Die Fallgruppe, in die ein Patient eingeordnet wird, ermittelt ein DRG-Grouper aus einer definierten Menge an Parametern. Dazu gehören:

  • Hauptdiagnosen (nach ICD-10)
  • Nebendiagnosen, Komplikationen (nach ICD-10)
  • Alter, Geschlecht und Gewicht des Patienten
  • durchgeführte medizinische Prozeduren (nach OPS-301)
  • evtl. Beatmungsstunden (in der Notfall- und Intensivmedizin)
  • Entlassungsart

3 Fallwertermittung

Jede so gebildete DRG hat ein "relatives Gewicht" ("cost weight"). Zur Abrechnung wird dieses mit dem "Basisfallwert" ("base rate", Punktwert) multipliziert. Dies ergibt den Fallwert, nach dem sich die Entgeltung richtet.

Beachte: Der Basisfallwert, sprich die Kosten eines Durchschnittfalles, sind bisher von Krankenhaus zu Krankenhaus unterschiedlich, sollen aber möglichst deutschlandweit angeglichen werden.

4 Beispiele

Bekannte Beispiele für DRG-Grouper:

Fachgebiete: Gesundheitswesen

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