Cornea guttata
von lateinisch: cornea – Hornhaut, gutta – Tropfen
Definition
Unter einer Cornea guttata versteht man in der Augenheilkunde kleine, tropfenförmige Exkreszenzen der Descemet-Membran in Richtung Vorderkammer. Sie werden an der Hornhautrückfläche als Spiegelreflex-Unregelmäßigkeiten sichtbar.
Hintergrund
Die "Guttae" entstehen, weil Endothelzellen stellenweise vermehrt Basalmembranmaterial bilden. Es handelt sich nicht um Auflagerungen auf dem Endothel, sondern um Ausstülpungen der Descemet-Membran selbst. Das Hornhautendothel kann darüber im Verlauf geschädigt sein.
Befund
in der Spaltlampenuntersuchung zeigt sich ein typischer, "hammergeschlagener" Eindruck der Hornhautrückfläche. In der Spiegelreflexion erscheinen punktförmige dunkle Stellen.
Klinik
Die Cornea guttata ist häufig ein frühes Zeichen einer Fuchs-Endotheldystrophie, kann aber auch isoliert bestehen, ohne zunächst Beschwerden zu verursachen.
Der Befund weist auf eine Vorschädigung des Hornhautendothels hin. Bei Zunahme kann es zu einer Endothelinsuffizienz mit Hornhautödem kommen. Daher ist die Cornea guttata insbesondere vor geplanten intraokularen Operationen zu beachten.