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Chronische OSG-Instabilität

1 Definition

Unter der chronischen OSG-Instabilität versteht man eine chronische Instabilität im Bereich des oberen Sprunggelenks, die aus einem Supinationstrauma resultieren kann.

2 Epidemiologie

Etwa zehn Prozent der Patienten mit einem Supinationstrauma entwickeln eine chronische OSG-Instabilität.

3 Klinik

Die chronische OSG-Instabilität imponiert durch rezidivierende Supinationstraumen. Diese treten vor allem durch das Gehen auf unebenem Boden sowie im Dunkeln auf, wobei die klinischen Zeichen des Supinationstraumas wie Schmerzen und Schwellung im Laufe der Zeit abnehmen.

4 Diagnostik

4.1 Klinische Untersuchung

Wie auch beim Supinationstrauma können Schmerzen und Schwellung auftreten, wobei diese mit der Zeit abnehmen.

Die Untersuchung auf die Auslenkung des Talus nach vorne sowie auf eine laterale Aufklappbarkeit lassen sich in der Regel aufgrund der abnehmenden Schmerzen gut durchführen und haben eine hohe Aussagekraft. Ein Seitenvergleich ist aber auch beim Verdacht auf eine chronische OSG-Instabilität obligat.

4.2 Bildgebung

Zum Ausschluss von knöchernen Begleitverletzungen werden Röntgenaufnahmen in zwei Ebenen angefertigt sowie gehaltene Aufnahmen.

5 Therapie

5.1 Konservativ

Die konservative Therapie erfolgt durch Physiotherapie, welche die Kräftigung der Peronealmuskulatur, sowie eine Schulung der Eigenreflexe zum Ziel hat. Zur Verhinderung von rezidivierenden Supinationstraumen werden ebenfalls Sprunggelenksbandagen sowie eine Schuhaußenranderhöhung eingesetzt.

5.2 Operativ

Wenn die konservativen Maßnahmen nicht zu einer Besserung der Beschwerden führen, können die fibularen Bänder im Rahmen einer Operation rekonstruiert oder ersetzt werden.

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