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Axolotl

1. Definition

Der Axolotl, lateinisch Ambystoma mexicanum, ist ein aus Mexiko stammender neotoner Schwanzlurch. Er ist ein Modellorganismus der Regenerationsmedizin.

2. Taxonomie

  • Klasse: Amphibien (Amphibia)
    • Ordnung: Schwanzlurche (Caudata)
      • Überfamilie: Salamanderverwandte (Salamandroidea)
        • Familie: Querzahnmolche (Ambystomatidae)
          • Gattung: Querzahnmolche (Ambystoma)
            • Art: Axolotl (Ambystoma mexicanum)

3. Merkmale

Die Besonderheit des Axolotls ist die Tatsache, dass er sich immer in seinem Larvenstadium befindet. Diese Besonderheit der Natur heißt Neotenie. Sie entstand durch die evolutionäre Anpassung an sein warm-trockenes Herkunftsgebiet, da sich dort eine terrestrische Lebensweise als kontraproduktiv erwies. Ausgelöst wird die Neotenie durch eine Schilddrüsenfehlfunktion, welche die Ausschüttung des Schilddrüsenhormons Thyroxin verringert. Trotzdem erreichen sie ihre Geschlechtsreife und zeugen rein neotone Nachkommen.

4. Lebensweise

Der Axolotl ist ein im Xochimilco-See (Mexiko Stadt) endemischer aquatiler Querzahnmolch, der eine durchschnittliche Gesamtlänge von 25 cm erreicht. Die Tiere besitzen 3 äußere Kiemen auf beiden Seiten ihres breiten und flachen Kopfes. Ihr Ruderschwanz ist seitlich flach mit Schwimmsaum, der sich bis auf den Rücken zieht. Die Geschlechter lassen sich am besten durch den Vergleich der Kloakenregion unterscheiden. Hier haben männliche Tiere eine deutliche Verdickung vorzuweisen.

5. Ökologie

Der Axolotl ist eine stark gefährdete Art. Er trägt den Schutzstatus Anhang 2 des Washingtoner Artenschutzabkommens. Zum einen ist dies auf die Ausbreitung von Mexiko-Stadt zurückzuführen, zum anderen auf die intensive agrarwirtschaftliche Nutzung der Umgebung. So ist der Xochimilco-See heute ein engverzweigtes Kanalsystem. Ferner kam es zu einer Überfischung, da der Axolotl bis heute eine beliebte Delikatesse ist, der verjüngende und heilende Wirkungen nachgesagt werden.

6. Medizinische Bedeutung

Der Axolotl wird in der Forschung der regenerativen Medizin eingesetzt. Aufgrund seiner Fähigkeit, amputierte Gliedmaßen wieder zu regenerieren, hat er es geschafft, ein wichtiger Modellorganismus zu werden. Die Ziele der heutigen Forschung sind, diese besondere Fähigkeit auf den Menschen zu übertragen, um zum Beispiel Brandopfer zielführender behandeln zu können.

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12.09.2017, 23:07
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