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Angiostatin

Englisch: angiostatin

1 Definition

Angiostatin ist ein Protein, welches eine hemmende Wirkung auf die Angiogenese hat.

2 Synthese und Struktur

Angiostatin ist ein Spaltprodukt des Plasmin und kann auch von Tumoren gebildet werden. Es hat ein Molekulargewicht von 38 kDa besitzt 3-5 der, für das Plasmin typischen, Kringle-Strukturen. Diese bestehen aus jeweils zwei Beta-Faltblättern und drei Disulfidbrücken.

3 Medizinische Bedeutung

Durch seine inhibierende Wirkung auf die Angiogenese wirkt Angiostatin hemmend auf das Tumorwachstum und die Entstehung von Metastasen. Der Tumor selbst produziert zwar Angiostatin, jedoch wird dessen Wirkung durch andere, die Angiogenese fördernde, Substanzen überdeckt und der Tumor kann weiter wachsen. Wird der Haupttumor operativ entfernt, so fällt die Wirkung des Angiostatins auf mögliche Metastasen aus, so dass es nicht selten ist, dass es nach einer Tumorresektion zu einem Wachstum von Metastasen kommt.

Fachgebiete: Biochemie, Onkologie

Diese Seite wurde zuletzt am 14. Juli 2011 um 10:06 Uhr bearbeitet.

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