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Amotivationales Syndrom

Englisch: amotivational syndrome

1 Definition

Als amotivationales Syndrom, kurz AMS, bezeichnet man eine ausgeprägte Form des Motivationsverlusts mit Leistungsminderung, Antriebsstörung und Adynamie.

2 Ursachen

Das amotivationale Syndrom kann psychische und organische Ursachen haben. Häufig findet es sich bei Substanzabusus, z.B. bei extensiver Verwendung von Cannabis, Lösungsmitteln, Alkohol oder anderen Drogen. Es kommt aber auch im Rahmen psychischer Erkrankungen wie Depressionen und Schizophrenie vor. Hier kann es durch die medikamentöse Therapie dieser Erkrankungen ausgelöst werden, insbesondere als Nebenwirkung einer Gabe von SSRIs.

3 Symptome

  • Antriebsminderung
  • Gleichgültigkeit gegenüber Alltagsanforderungen
  • Fehlende Leistungsorientierung
  • Leistungseinbußen
  • Reduziertes Durchhaltevermögen
  • Mangelnde Frustrationstoleranz
  • Verzicht auf längerfristige Pläne, fehlende Zukunftsorientierung
  • Gleichgültigkeit gegenüber Schule, Beruf, Elternhaus und sozialen Bindungen

4 Abgrenzung

Die genaue Abgrenzung des amotivationalen Syndroms gegenüber anderen Formen des Antriebsverlusts ist schwierig. Von manchen Autoren wird der Begriff als eigenständige Diagnose in Frage gestellt.

Tags:

Fachgebiete: Psychologie

Diese Seite wurde zuletzt am 2. September 2020 um 21:33 Uhr bearbeitet.

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