6P nach Pratt
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Loslegennach dem US-amerikanischen Chirurgen Gerald H. Pratt
Synonym: Pratt 6P
Englisch: six Ps, 6 Ps of acute limb ischemia
Definition
Die 6P nach Pratt sind sechs klinische Zeichen des akuten Verschlusses einer Extremitätenarterie. Sie weisen auf eine akute Extremitätenischämie hin und dienen der raschen klinischen Erkennung.
Hintergrund
Die 6P nach Pratt sind:
- Pain (Schmerz)
- Paleness bzw. Pallor (Blässe)
- Pulselessness (Pulslosigkeit)
- Paralysis (Lähmung)
- Paresthesia (Sensibilitätsstörung)
- Prostration (Schock)
Pratt fasste die Zeichen 1954 erstmals zusammen.[1] Als sechstes P nannte er ursprünglich die Prostration im Sinne eines Schocks. In der neueren, international verbreiteten Literatur wird das sechste P uneinheitlich angegeben – teils als Poikilothermie (Angleichung der Extremitätentemperatur an die Umgebung), teils als "perishing cold" (ausgeprägte Kälte der Extremität).[2]
Quellen
- ↑ Pratt und Krahl, Surgical therapy for the occluded artery, Am J Surg, 1954
- ↑ Larena-Avellaneda, Die 6-P-Zeichen nach Pratt, Gefässchirurgie, 2016
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